Ölsaatenmarkt
Rapspreise steigen
Mit den steigenden Kursen an der Terminbörse verteuert sich Raps an den Kassamärkten.
Mit den steigenden Kursen an der Terminbörse verteuert sich Raps an den Kassamärkten.
Der Internationale Getreiderat (IGC) erwartet für 2015 erstmals seit fünf Jahren eine geringere Rapserzeugung weltweit.
Die Rapskurse in Paris bewegten sich seit Ende Februar unisono mit den US-Sojakursen rauf und runter, scheinen sich jedoch auf einem erhöhten Niveau behaupten zu können.
Zwar ist die Abgabebereitschaft der Erzeuger aufgrund des schwachen brasilianischen Reals hoch und heizt die Nachfrage nach brasilianischem Soja weiter an, allerdings verzögern logistische Probleme Ernte und Export.
Sowohl den Pariser Rapsnotierungen als auch dem Kassamarkt für Raps in Deutschland fehlt es an Impulsen.
An den Ölsaaten-Terminmärkten liegt der Fokus weiterhin auf der laufenden Sojaernte in Brasilien.
Das Rapsgeschäft am Kassamarkt hat sich etwas belebt. Umsätze werden aufgrund des weiterhin überschaubaren Angebots aber immer noch nur begrenzt getätigt.
Die Rallye an den Rohstoffmärkten sorgt kurzzeitig für einen lebhaften Ölsaatenmarkt. Mit starker Unterstützung aus Übersee schlossen die Rapskurse in Paris am 3. Februar 2015 sprunghaft fester.
Die Pariser Rapskurse haben in den vergangenen Tagen kräftig nachgegeben. Der Fronttermin schloss zuletzt bei 339 Euro/Tonne und damit fast 16 Euro/Tonne unter Vorwochenniveau.
Wegen Trockenheit konnten in Süd-Argentinien nicht alle Flächen für eine zweite Sojaaussaat bestellt werden.
Das Angebot an Raps ist vor dem Hintergrund der aktuell geringen Nachfrage ausreichend.
Die Befürchtungen um witterungsbedingte Ernteausfälle auf einer ohnehin kleineren Anbaufläche für Winterraps in Deutschland halten an und schmälern die Bereitschaft der Erzeuger, Kontrakte auf die Ernte 2015 abzuschließen.
Die meisten Veredelungsbetriebe sind bis Ende Februar noch gut versorgt und zeigen bei steigenden Preisen wenig Interesse an Neuabschlüssen.
Die Sojanotierungen in Chicago mussten in den vergangenen Tagen kräftige Verluste hinnehmen. Ausgelöst von der aktuellen USDA-Versorgungsschätzung sind die Sojakurse wieder in den Abwärtssog einer umfangreichen Ölsaatenversorgung 2014/15 geraten.
Der Ernte brasilianischer Sojabohnen dürfte Ende Januar 2015 beginnen. Die Erwartung einer Rekordernte bleibt.
Die Deutsche Saatveredelung AG (DSV), Lippstadt, hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14 um 10,3 Mio. auf 119,4 Mio. Euro deutlich gesteigert.
Brasilien steuert 2015 aufgrund des vergrößerten Anbaus auf eine größere Sojabohnenernte hin als im Jahr zuvor.
Obgleich mit knapp 540.000 Tonnen weniger Raps im September in Deutschland eingeführt wurde als im Vormonat und im Jahr zuvor, bleibt das Importniveau hoch. Erst in den kommenden Monaten dürfte sich das Interesse abschwächen.
Volatile Sojakurse, Raps beendet Aufwärts-trend
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