
Erste Fairdi-Äpfel im Handel
Gestartet als Antwort der Erwerbsobstbauern auf den Ruf nach mehr Nachhaltigkeit, hat die Initiative „Fairdi – natürlich vom Bodensee“ in den vergangenen vier Jahren ein Konzept entwickelt, das Umwelt- und Klimaschutz, Biodiversität und faire Bedingungen für Erzeuger in Einklang bringen soll.
„Wir starten mit 20 Tonnen – für den Obstbau am Bodensee eine kleine Menge, aber ein bedeutender Schritt für Fairdi“, sagt Markus Maier, Obstbauer, Ideengeber und Mitinitiator der Initiative, hinter deren Slogan sich das Ziel einer Produktionsausrichtung verbirgt, die fair zur Umwelt, fair zum Erzeuger und fair zur Gesellschaft sein soll.
Die Vermarktung der ersten Äpfel aus der Initiative erfolgt über die Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft. Gemeinsam mit Globus Markthallen wird der Verkaufsstart strategisch begleitet und auf Basis von Rückmeldungen der Kunden weiterentwickelt. Perspektivisch sollen weitere Sorten unter dem Markendach Fairdi sowie zusätzliche Verkaufsstellen folgen.
Fairdi als Dach für robuste Sorten
Zentral für das Konzept ist der Anbau robuster, schorfwiderstandsfähiger Apfelsorten in Kombination mit gezielten ökologischen Maßnahmen. Seit 2021 werden zwei Modellanlagen am Bodensee wissenschaftlich begleitet – unter anderem durch das Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB). „Wir prüfen seit Jahren neue Sorten auf Robustheit, Qualität und Klimaverträglichkeit“, erläutert Nils Siefen vom KOB. Heike Gumsheimer, Projektmanagerin von Fairdi, ergänzt: „Neben der Sortenwahl analysieren wir Klimabilanzen und setzen gezielt Biodiversitätsmaßnahmen wie Blühstreifen und Nisthilfen um.“
Unter dem Markendach von Fairdi werden derzeit verschiedene vielversprechende Apfelsorten getestet. Sie alle vereinen wichtige Eigenschaften, die für eine nachhaltige und kundenorientierte Obstproduktion entscheidend sind: Sie sind robust im Anbau, überzeugen durch ein ausgewogenes süß-säuerliches Aroma, festes Fruchtfleisch und eine sehr gute Lagerfähigkeit.
Nähe zum Kunden
Der Verkaufsstart im Handel wird durch eine Verkostungsaktion begleitet. „Jetzt gilt es, die Reaktionen der Verbraucherinnen und Verbraucher genau auszuwerten und daraus konkrete Schlüsse für die Weiterentwicklung zu ziehen“, so Heike Gumsheimer. „Wir möchten nicht nur mit Qualität überzeugen, sondern auch mit Transparenz und Nähe zur Kundschaft punkten.“
Hintergrund zur Initiative: Die Initiative „Fairdi – natürlich vom Bodensee“ wird seit Ende 2021 vom Fachverband Obstregion Bodensee e.V. koordiniert. Unterstützt wird das Projekt von Akteuren aus Obstbau, Wissenschaft und Politik und gefördert durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.



