BMEL handelt neue Veterinärbescheinigung aus
Darüber wurden die Bundesländer und Wirtschaftsverbände entsprechend informiert. Dazu erklärt der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir: „Die schnelle Verständigung über eine neue Veterinärbescheinigung mit China ist ein echter Durchbruch und wird vielen Unternehmen helfen, wieder nach und nach in den Normbetrieb überzugehen. Mit China haben wir einen der größten und wichtigsten Märkte für unsere Milcherzeugnisse wieder an Bord. Seit dem Auftreten des MKS-Falles in Brandenburg arbeiten wir im Ministerium auf allen Ebenen mit Hochdruck daran, die Folgen für unsere Wirtschaft so gering wie möglich zu halten und die Märkte in Drittstaaten wieder zu öffnen, so dass der Export von tierischen Agrarprodukten komplikationslos möglich ist. Kein Hof sollte aufgrund der Maul- und Klauenseuche seine Arbeit einstellen müssen, das ist und das bleibt mein Ziel.“
China ist ein wichtiger Handelspartner
Aufgrund der amtlichen Feststellung der Maul- und Klauenseuche (MKS) am 10. Januar 2025 in Deutschland haben viele Drittländer die Einfuhr deutscher Produkte empfänglicher Tierarten (Klauentiere) gesperrt, darunter auch China. Das chinesische Hauptzollamt (GACC) nimmt nun wärmebehandelte Milch und Milcherzeugnisse von dieser Sperre aus. Laut Außenhandelsstatistik wurden im Jahr 2023 über 296.000 Tonnen Milch und Milcherzeugnisse aus Deutschland nach China ausgeführt. Dies entsprach etwa 24,9 Prozent der Gesamtmenge aller Ausfuhren von Milch/-erzeugnissen in Drittländer (ohne EU-Mitgliedstaaten). China ist damit Hauptimporteur von Milcherzeugnissen, gefolgt vom Vereinigten Königreich (etwa 205.410 Tonnen).

