Rindfleischerzeugung im Land auf historisch niedrigem Niveau
Nach den vorläufigen Ergebnissen der Schlachtungsstatistik betrug die Schlachtmenge (ohne Geflügel) im Jahr 2022 in Baden-Württemberg rund 473.200?Tonnen (t). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das fast ein Zehntel (minus 50.600?t) weniger als im Jahr zuvor.
- Veröffentlicht am
Die Rindfleischerzeugung im Land erreichte schon im Jahr 2021 einen Tiefpunkt der letzten 65 Jahre. Für das Jahr 2022 wurde nun ein weiterer überdurchschnittlich starker Rückgang (minus 13,7?%) verzeichnet. Die Schlachtmenge sank dabei um 20.200?t auf noch 127.200?t Rindfleisch. Somit wurden fast 53.000 Rinder (minus 12,4?%) weniger geschlachtet.
Abnahmen der Schlachtungszahlen konnten vor allem in den drei bedeutendsten Kategorien: Bullen (minus 21.200), Kühe (minus 16.500) und Färsen (minus 14.100) registriert werden.Die Produktion von Schweinefleisch ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 29.900?t (minus 8,0?%) auf 342.400?t zurück. Damit ist sie sogar um 58.700?t (minus 14,6?%) niedriger als im Mittel der letzten zehn Jahre.
Neben den Schweineschlachtzahlen (minus 6,8?%) sind auch Rückgänge bei den Ferkelschlachtungen (minus 5,8?%) festzustellen. So wurden 2022 fast vier?Millionen Schweine geschlachtet, wovon 560.600 Ferkel waren.Die Erzeugung von Schaf-, Ziegen- oder Pferdefleisch nahm weniger als 1?% an der Fleischproduktion in Baden-Württemberg ein. Innerhalb dieser Nische ist Lammfleisch (3000?t) am bedeutendsten, wobei auch hier im Vorjahresvergleich ein Rückgang um mehr als ein Zehntel festzustellen ist.



