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EEX

Stabilisierungstendenzen an den Terminmärkten

Am Terminmarkt an der EEX in Leipzig sind im Zuge der Corona-Krise sowohl die Butter- und insbesondere die Magermilchkontrakte deutlich eingebrochen. Umgerechnet auf Erzeugerpreise hat sich das abgeleitete Niveau für 2020 von Januar von optimistischen 37 bis 38 ct/kg bis nach Ostern auf unter 25 ct/kg verringert. Mitte Mai 2020 ist der Terminmarkt jedoch wieder etwas optimistischer, und zeigt für 2020 abgeleitete 28 ct/kg für den Maikontrakt und bis zu 31 ct/kg im Herbst.
Veröffentlicht am
LEL

So positiv die Stabilisierungstendenzen auch sind, das Marktumfeld bleibt weiter schwierig. Global nehmen die Milchanlieferungen in der EU und in den USA wieder stärker zu. Die großen Exporteure lagen im März bei +1,8 Prozent, die EU bei +1,7 Prozent. In Deutschland waren es in der Kalenderwoche KW 18 +0,4 Prozent. Unter normalen Bedingungen könnte der Markt diese Mengen vielleicht ohne größeren Preisdruck aufnehmen. Mit den globalen Auswirkungen der Corona-Krise durch den Wegfall der gesamten Außer-Haus-Verpflegung und des Tourismus sowie der Erschwernisse im Export ist der Markt jedoch weiter aus dem Gleichgewicht.

Der gesamte Milchwirtschaft steht unter Preisdruck

Hatte es zu Beginn der Krise zunächst die Molkereien getroffen, die für südeuropäische Exportmärkte und Großverbraucher produzieren, so gerät inzwischen die gesamte Milchwirtschaft unter Preisdruck. Dazu haben auch zu Monatsbeginn die mit 78 ct/kg deutlichen Abschläge bei Butter beigetragen, die alleine 3,5 ct/kg am Milchpreis ausmachen.
 

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