Die Saat von Sommergerste im Spätherbst hat Vorzüge wie eine zeitigere Entwicklung im Frühjahr, wodurch Winterfeuchte besser genutzt sowie Hitze- und Trockenstress umgangen werden können. Beobachtungen der vergangenen zwei Vegetationsperioden zeigen einen um circa vier Wochen vorgezogenen Schossbeginn verglichen mit einer Frühjahrsetablierung. Dies bedingt ein besseres Wachstum und ein höheres sowie stabileres Ertragspotenzial. Auch steigen durch die frühere und stabilere Kornfüllung die Chancen auf einen höheren Vollgerstenanteil sowie bessere Qualitätsparameter. Nachteilig ist das erhöhte Auswinterungsrisiko im Vergleich zur Frühjahrssaat, ein potenziell höherer Krankheitsdruck speziell mit Rhynchosporium, ein stärkerer Lagerdruck sowie...