Um die Bruchgefahr zu reduzieren, empfiehlt es sich empfindliche Sorten wie Lemberger, Trollinger, Müller-Thurgau oder Portugieser sowie sehr mastig gewachsene dicke Ruten bei feuchtem Wetter zu biegen. Wird die Rute seitlich ober abwärts gerichtet, wird dem Drang der Rebe, an der Spitze am stärksten zu wachsen, entgegengewirkt. Außerdem entsteht dabei ein mehr oder weniger starker Saftstau, der dafür sorgen soll, dass die am stammnahen Bereich austreibenden Ruten kräftiger wachsen und im nächsten Jahr zum Anschnitt geeignet sind. Überkreuzte Ruten sollten beim Biegen vermieden werden, da dies später zu Verdichtungen in der Laubwand führt. Die benötigte Arbeitszeit ist in einem großen Schwankungsbereich und kann von 15 bis 40¿Akh/ha...