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Pflanzenschutz aktuell

Unkrautbekämpfung im Raps im Nachauflauf

Beim Einsatz von Metazachlor muss zum Schutz des Grundwassers oft die Aufwandmenge reduziert werden. Dadurch entstehen Wirkungslücken. Wie Sie diese Lücken schließen, erklärt Dr. Friedrich Merz vom Regierungspräsidium Stuttgart.
Veröffentlicht am
JONAS KLEIN

Auch für Anwendungen im Nachauflauf werden, um eine Belastung des Grundwassers mit Abbauprodukten zu vermeiden, nur noch maximal 500 g/ha Metazachlor empfohlen. Bei einigen Mitteln (zum Beispiel Fuego, Fuego Top und Circuit SyncTec) ist dies nur durch eine Verminderung der vom Hersteller empfohlenen Aufwandmenge möglich (Merkblatt Integrierter Pflanzenschutz 2021, Tabelle 41 auf den Seiten 82 und 83). 

Wirkugnslücken schließen

Die dadurch entstehenden Wirkungslücken (zum Beispiel bei Kletten-Labkraut) müssen Mischpartner oder Spritzfolgen ausgleichen. Aufgrund ihres Wirkungsspektrums bieten sich zum Beispiel Tanaris oder Runway als Mischpartner an. Bei Anwendungen von Tanaris ist jedoch zu beachten, dass die maximale Aufwandmenge von 250 g Quinmerac pro Hektar und Jahr auf derselben Fläche - auch in Kombination mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Pflanzenschutzmitteln - nicht überschritten werden darf (NG343).

Belkar zur richtigen Zeit einsetzen

Belkar darf bei voller Aufwandmenge erst zur Anwendung kommen, wenn der Raps mindestens das 6-Blatt-Stadium erreicht hat. Das Mittel wirkt unabhängig von der Bodenfeuchte. Die Anwendung im Splitting (erste Behandlung im 2- bis 4-Blatt-Stadium, zweite Behandlung ab 6- bis 8-Blatt-Stadium, mindestens 14 Tage später) ist besser wirksam. Bei Tankmischungen mit Gräsermitteln oder Fungiziden sind die Hinweise des Herstellers zur Verträglichkeit zu beachten.
 

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