
Was bringt die neue GAP?
Der Landesbauernverband bietet dazu für alle Interessierten eine digitale Fachtagung am Donnerstag, 26. Februar 2026 von 13.30 bis 16.15 Uhr mit dem Thema „Die GAP 2028-2034 – Welche Änderungen würden die Kommissionsvorschläge für die deutschen Bauern mit sich bringen? mit renommierten Experten an.
Die Themen und Referenten sind
Diese findet online statt.
- Vorstellung und Bewertung der Kommissionsvorschläge aus Sicht des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Bundesregierung – Bernd Söntgerath, Referatsleiter 613, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
- Welche Korrekturen sind für eine zukunftsfähige GAP notwendig? – Christian Gaebel, Referatsleiter Gemeinsame Agrarpolitik, Deutscher Bauernverband (DBV)
- Positionen des Europäischen Parlaments für die GAP nach 2028 – Norbert Lins, MdEP und Mitglied der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament
Die Tagung wird von Guido Krisam, dem Chefredakteur von BWagrar, moderiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um was geht es genau?
Für die laufende GAP-Periode 2023-2027 ist das Ende bereits abzusehen. Die Vorschläge der EU-Kommission vom Juli vergangenen Jahres 2025 für den neuen Mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 und die daraus zu finanzierende GAP würden Verschärfungen für die Landwirtschaft, insbesondere auch deutliche Kürzungen bei den direkt für die GAP zur Verfügung stehenden Mittel mit sich bringen.
Die Agrarpolitik insgesamt soll kein separates Budget mehr erhalten, sondern in einen neuen Fonds für nationale und regionale Partnerschaften integriert werden. Nur ein Teil der Mittel innerhalb dieses neuen Fonds ist fest für Agrarmaßnahmen reserviert, während der Rest mit anderen Politikbereichen um EU-Gelder konkurrieren muss.
Der Bauernverband lehnt die Verschmelzung der Agrarmittel mit anderen Politikbereichen strikt ab, da dies das Ende einer eigenständigen, starken EU-Agrarpolitik bedeutet. Er kritisiert die Aufhebung der bisherigen 2-Säulen-Struktur und warnt vor drohenden ideologischen Verzerrungen und einer Zunahme der Bürokratie durch die neuen nationalen Pläne.
Nach wie vor erwarten die landwirtschaftlichen Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter eine Antwort auf die zentrale Frage: Was kann und wird die Gemeinsame Agrarpolitik angesichts steigender Anforderungen, vor allem im Umwelt-, Natur- und Tierschutz, zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Ernährungssicherung und zur Einkommenssicherung beitragen?




