Überraschend ist im Bundestag vergangene Woche die vorgesehene zweite und dritte Lesung des geplanten nationalen Lieferkettengesetzes von der Tagesordnung genommen worden. Die Unionsfraktion hatte weiteren Beratungsbedarf zur geplanten Unternehmerhaftung angemeldet. Nach wie vor kritisch äußert sich auch der Deutsche Raiffeisenverband (DRV). Der Gesetzentwurf orientiere sich nicht an der wirtschaftlichen Realität, so Präsident Franz-Josef Holzenkamp. Die Unternehmen seien nicht in der Lage, auch die Verantwortung für mittelbare Zulieferer zu übernehmen, denn zu diesen bestehe keine Vertragsbeziehungen. Holzenkamp verwies auf die bereits gut funktionierende Qualitäts- und Zertifizierungssysteme in Deutschland, von denen sich allerdings...