Bei den agrarpolitischen Vorstellungen trennen Schwarz und Grün noch Welten. Diesen Eindruck vermittelte zumindest vergangene Woche die Bundestagsdebatte zur Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellte fest, dass im siebenseitigen Antrag der Grünen nicht einmal das Wort Ernährung vorkomme. Für die Union seien die Landwirte aber diejenigen, die „unsere Nahrungsmittel erzeugen, und sie werden von uns nicht zu Landschaftsgärtner umerzogen", so Klöckner. Zuvor hatte die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast mit Hinweis auf die Farm-to-Fork- und die Biodiversitätsstrategie der EU-Kommission die Einigung des Agrarrats zur GAP-Reform scharf attackiert. Gebraucht werde ein ganzer...