Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sieht im Insektenatlas von BUND und Böll-Stiftung keine neuen Erkenntnisse: „Wir erkennen seit langem an, dass es beim Insektenschutz Handlungsbedarf gibt – gesamtgesellschaftlich und in der Landwirtschaft." Insekten als Bestäuber und Nützlinge seien essentiell für die Landwirtschaft, aber der Schutz der Kulturpflanzen vor Schädlingen dürfe nicht unberücksichtigt bleiben. Es greife zu kurz, beim Insektenschutz nur auf Pflanzenschutz und Agrarpolitik abzustellen. Schlüsselfaktor für den Bestandsrückgang ist auch nach Aussage des Insektenatlas der Verlust von Lebensräumen. Entgegen aller politischen Bekundungen ist der Flächenfraß aktuell wieder auf fast 80 Hektar pro Tag...