Chancen einer grundlegenden Neuausrichtung der Tierhaltung für die Landwirte betont der Präsident des Thünen-Instituts (TI), Professor Folkhard Isermeyer. Immer mehr Tierhalter kämen zu der Einschätzung, dass das Drehen kleiner Schrauben nicht mehr weiterhilft. Nach seiner Überzeugung wird die Nutztierbranche nur dann aus ihrer „zermürbenden Dauer-Defensive" herauskommen, wenn es ihr gelingt, einen Gesellschaftsvertrag mit überzeugenden Zielbildern und einem verlässlichen Finanzierungskonzept abzuschließen. Der Wissenschaftler sieht in erster Linie die Politik gefordert: Sie müsse klar entscheiden, ob sie eine grundlegende Umgestaltung der Nutztierbranche erreichen wolle, anstatt sich weiter „irgendwie durchzuwursteln". Im nächsten...