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Geflügelpest in den Niederlanden

Milchkuh mit Antikörpern gefunden

Bei einer Milchkuh auf einem Betrieb in der Provinz Friesland wurden Antikörper gegen das Virus H5N1 gefunden. Das niederländische Landwirtschaftsministerium gab allerdings Entwarnung.
von AgE Erschienen am 02.02.2026
Schwarzbunte auf der Weide © Julia Bächtle

In der niederländischen Provinz Friesland  sind bei einer Milchkuh Antikörper gegen die Geflügelpest vom Subtyp H5N1  gefunden worden. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums wurden jedoch keine Hinweise auf eine aktive Zirkulation des Geflügelpestvirus unter den Kühen aus dem betroffenen Bestand gefunden. Auch auf anderen Milchviehbetrieben gebe es keine Anzeichen für eine Ausbreitung der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI).

Laut der niederländischen Landwirtschaftsministerin Femke Wiersma war Ende Dezember eine Katze von diesem Hof positiv auf Vogelgrippe getestet worden; diese sei verendet. Daraufhin seien am 15. Januar die Milchkühe auf dem Betrieb mit einer Zufallsstichprobe untersucht worden, wobei sich keine Hinweise auf die HPAI gezeigt hätten. Auch in den untersuchten Tankmilchproben habe man kein aktives Virus nachweisen können.

Bislang nur USA betroffen

Allerdings sind der Ministerin zufolge in den Milchproben einer Kuh Antikörper gefunden worden. Das deute auf eine frühere Infektion mit dem Virus hin. Die betreffende Kuh habe im Dezember mit einer Euterentzündung und Atemproblemen zu kämpfen gehabt, erklärte Wiersma. Das seien Symptome, die bei einer Milchkuh mit einer Vogelgrippeinfektion auftreten könnten. Zum Zeitpunkt der Probenahme sei diese Kuh jedoch gesund gewesen. Am 22. Januar wurden der Ministerin zufolge erneut Blut- und Milchproben von allen Rindern des betroffenen Betriebes entnommen. Wiederum sei auf dem Hof kein Vogelgrippevirus nachgewiesen worden.

Wiersma wies darauf hin, dass ihrer Kenntnis nach in Europa bisher noch keine Antikörper gegen HPAI bei Milchkühen nachgewiesen worden seien. Allerdings habe es in den USA viele Ausbrüche der Geflügelpest unter Milchkühen gegeben. Eine individuelle Infektion einer Milchkuh könne auftreten, so die Ministerin. Wichtig sei es, die potenzielle Verbreitung innerhalb und zwischen Unternehmen zu überwachen. Dafür gebe es allerdings keine Anzeichen. Ungeachtet der Vorkommnisse auf dem Milchviehbetrieb bleibt die Vogelgrippesituation in den Niederlanden laut der Ministerin indes besorgniserregend.

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