
Zeit für etwas Neues
Bei zahlreichen Coachingseminaren oder Weiterbildungsangeboten gibt es für Unternehmerinnen und Unternehmer ganze Module zur Selbstreflexion. Frei nach dem Motto: „Wer sich selbst hinterfragt, der kommt in der Regel weiter.“ Und in der Tat schadet es in keiner Phase des Lebens, mal zu prüfen: Wie mache ich was und mache ich das gut? Hilfreich ist da auch oft, in eine andere Rolle zu schlüpfen und generell alles zu hinterfragen. Danach kann ich bewusst entscheiden: Ja. Für mich passt es so. Manchmal lautet die Antwort jedoch: Es ist an der Zeit, etwas anders zu machen.
© Friedrich Springob„Mit dem Sämann auf dem Titel des „Schwäbischer Bauer“ bin ich aufgewachsen.“ Silvia Rueß
In den vergangenen zwölf Monaten haben wir uns bei BWagrar dieser Selbstreflexion unterworfen und stellten fest, dass Zeit für Veränderung ist. Während die „Länder“ Südbaden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern seit nun 74 Jahren im Bundesland Baden-Württemberg vereint sind, vollziehen wir nun auch in den landwirtschaftlichen Wochenblättern diesen Schritt. Ab Februar erscheint das BWW. Das Baden-Württembergische landwirtschaftliche Wochenblatt. Es vereint uns mit der Badischen Bauernzeitung zu einem neuen Titel. Das ist schon irgendwie etwas Großes. Das Landwirtschaftliche Wochenblatt existiert bereits seit fast 200 Jahren und bekommt nun einen neuen Namen. Langjährige Leser erinnern sich, dass es vor fast drei Jahrzehnten schon einmal ein solches Unterfangen gab. Damals, als der Verlag Schwäbische Bauer aus dem Verbreitungsgebiet Württemberg-Hohenzollern mit dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt kooperierte und die Marke BWagrar entstanden ist.
Für mich kommt hier der persönliche Wermutstropfen. Mit dem Sämann auf dem Titel des „Schwäbischer Bauer“ bin ich aufgewachsen. Dort in der Redaktion habe ich auf den Tag genau vor 20 Jahren meine Tätigkeit aufgenommen. Und nun erlebe ich den Abschied dieser Figur und dieses Titels mit. Das Gute ist: Es ist nur ein Titel. Letztlich machen es doch immer die inneren Werte aus und die leben weiter. Hier haben wir geprüft: Was ist das Beste, was wir haben, was können wir besser machen und was brauchen wir vielleicht sogar neu? Seien Sie also gespannt, was da kommende Woche in Ihrem Briefkasten liegt. Sie werden sehen: verändert und doch vertraut.

