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Schafbestand in Deutschland

Sechs Prozent weniger Schafe

von BLE/Red. Erschienen am 22.01.2026
© BLE

In Deutschland wurden 2024 rund 1,5 Mio. Schafe auf 9670 landwirtschaftlichen Betrieben gehalten. Der heimische Schafbestand ist damit innerhalb der vergangenen zehn Jahre um fast sechs Prozent oder knapp 90.000 Tiere geschrumpft. Mit Ausnahme der Bundesländer Sachsen und Nordrhein-Westfalen reduzierten sich die Schafzahlen in allen Bundesländern. Parallel ging die Anzahl der Betriebe in diesem Zeitraum um gut zwei Prozent zurück.

Die Gründe für den Rückgang der professionellen Schafhaltung sind vielfältig. Hohe Kosten und der zusätzliche Arbeitsaufwand für den Herdenschutz bringen viele Betriebe an ihre Grenzen. Eine große Herausforderung ist bereits und wird zukünftig die niedrige Anzahl der Auszubildenden für den Fachbereich Schäferei sein, denn es gibt nicht genügend junge Leute, die die Schäfereien übernehmen und in Zukunft führen wollen. Eine weitere Belastung sind die zunehmenden Übergriffe der Wölfe auf Weidetiere.

Dennoch kommt der Schafhaltung in Deutschland eine große Bedeutung zu. Durch die Beweidung sind Schafe sehr effektive Landschaftspfleger, sie fördern die Biodiversität und Artenvielfalt, verbessern die Bodenqualität, tragen zu Deichschutz tausender Kilometer Fluss- und Küstendeiche bei und liefern zudem noch wertvolle Nahrungsmittel.

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