
Schätzung unverändert hoch
Da die Maisbestäubung in der nördlichen Hemisphäre jedoch erst vor Kurzem begonnen hat, wird die kommende Ernte stark von der Witterung abhängen. Die Prognosen für die wichtigsten südamerikanischen Exporteure stehen unter Vorbehalt, da die Aussaat in einem breiten Zeitfenster zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 erfolgen soll. Auch wenn die globale Produktionsschätzung gegenüber Juni stabil blieb, gab es Veränderungen in einzelnen Ländern, die sich auf die Gesamtbilanz auswirken.
Prognose für die EU wurde gesenkt
So wurde die EU-Erzeugungsprognose wegen des übermäßig heißen und trockenen Frühsommers um 1,7 Millionen Tonnen auf 60,3 Millionen Tonnen gesenkt. Dies würde immer noch einen Anstieg von 1 Million Tonnen gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Besonders in Mittel- und Südosteuropa kam es zu Hitzestress, vor allem in Ungarn, wo Satellitendaten eine Verschlechterung der Feldbedingungen bestätigten. In den USA hingegen sorgten günstige Vegetationsbedingungen für eine nahezu ideale Bestäubung. Daher wurde die Produktionsprognose dort um 1,5 Millionen Tonnen auf 398,9 Millionen Tonnen (+6 Prozent) angehoben.
Verbrauch legt weiter zu
Die Prognose zum weltweiten Maisverbrauch in der Saison 2025/26 wurde um 3 Millionen Tonnen auf 1.272 Millionen Tonnen angehoben. Dies ist ein Zuwachs von 2 Prozent gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2024/25. Dabei wird die Gesamtnachfrage nach Futtermitteln voraussichtlich auf 752 Millionen Tonnen (+2 Prozent) steigen. Dies entspräche dem dritten Anstieg in Folge im Jahresvergleich. Aufgrund des erwarteten größeren Angebots und potenziell wettbewerbsfähiger Preise wird in den meisten Ländern mit einer höheren Nachfrage gerechnet, einschließlich starker Zuwächse in Argentinien und Mexiko.
Maisbilanz wird enger
Während das globale Angebot stabil bleibt, wurde der Verbrauch leicht nach oben korrigiert. Laut IGC steigen die Endbestände nun weniger stark als bisher erwartet auf 278 Millionen Tonnen. Damit nähert sich die Schätzung des IGC weiter jener des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) an. Dieses sieht den globalen Maismarkt deutlich enger versorgt.


