
Mechanisch, vor oder nach dem Auflaufen?
Der Einsatz von Bodenherbiziden zur Unkrautbekämpfung im Vorauflauf oder frühen Nachauflauf ist nur bei ausreichender Bodenfeuchte sinnvoll. Außerdem ist zu beachten, dass Mulch-, Ernterückstände und Güllereste die Wirkung der Herbizide herabsetzen.
Sind Niederschläge gefallen oder zu erwarten, können im Vorauflauf oder frühen Nachauflauf Behandlungen zum Beispiel mit Activus SC, Adengo oder Spectrum Aqua-Pack durchgeführt werden (Broschüre „Integrierter Pflanzenschutz 2025“ in Tabelle 34 auf den Seiten 74 und 75). In Schutzgebieten ist ein Spritzfenster pro Bewirtschaftungseinheit vorzusehen.

Unter trockenen Bedingungen versagen Bodenherbizide, aber Hacke und Striegel können eingesetzt werden. Striegeln ist bereits 3-4 Tage nach der Aussaat im Vorauflauf möglich, um Unkrautsamen zur Keimung anzuregen. Kurz vor Feldaufgang und während des Feldaufgangs sollte nicht gestriegelt werden. Ab BBCH 11 (erstes Laubblatt entfaltet) ist der Keimling robuster und es kann wieder gestriegelt werden. Trotzdem ist mit gewissen Schäden und Pflanzenverlusten zu rechnen, weshalb bei einem geplanten Striegeleinsatz die Aussaatmenge etwas erhöht werden sollte (circa 1 Korn pro m2 mehr).
Wird die Hacke im frühen Nachauflauf eingesetzt, sollten unbedingt Schutzbleche verwendet werden, um ein Verschütten der Maispflanzen zu verhindern. Die Hacke sollte tief genug eingestellt werden, um das Unkraut effektiv abzuschneiden, aber so flach wie möglich, um die Feuchtigkeit zu halten.



