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Kartoffeln

Rumänien braucht Kartoffeln

Anbau- und ertragsbedingt fehlen in Rumänien beziehungsweise auf dem ganzen Balkan Kartoffeln. Bisher wurde viel aus Westeuropa dorthin verladen, nun tritt Ägypten mit niedrigen Preisen auf den Plan.
von AMI Erschienen am 09.04.2025
Anbau- und ertragsbedingt dürften 2025 in Rumänien beziehungsweise auf dem ganzen Balkan Kartoffeln fehlen, so die Prognosen. © ROPA

Anfang April hat die amtliche Statistik Rumäniens die Daten der Kartoffelernte 2024 veröffentlicht. Es gibt zu wenig Kartoffeln aus der eigenen Ernte, und der langfristige Trend eines schrumpfenden Kartoffelangebotes setzt sich fort. Vor etwas mehr als zehn Jahren gab es in Rumänien ein dreimal so großes Kartoffelareal als die vorjährigen rund 77.000 Hektar. Gegenüber 2023 ist der Anbau um weitere 2,5 Prozent geschrumpft und erreicht ein Allzeittief. Das trifft auch auf die Erntemenge zu. Deren Umfang war 2024 zusätzlich durch Ernteausfälle wegen Dürre und Hitze zurückgegangen, und zwar gegenüber dem Vorjahr um 18,5 Prozent auf nur noch aufgerundete 1 Million Tonnen. Im Jahr 2012 gab es viermal so viele Kartoffeln.

Balkan muss beliefert werden

Rumänien steht hier nur beispielhaft für den Balkan, wo in anderen Ländern in jüngster Zeit ähnliches passiert ist. Auch die Dürre und Hitze trafen nicht nur Rumänien, sondern waren bis Griechenland oder von der Ukraine bis zur Adria relevant. Insofern müssen diese Saison recht viele Kartoffeln aus Westeuropa in den Südosten geliefert werden. Derzeit wird die Versorgung auf dem Balkan zunehmend mit Frühkartoffeln aus Ägypten sichergestellt. Das hatten die Akteure schon länger im Auge und in Pressemeldungen heißt es, dass der Lieferstrom zum Balkan bereits recht groß ist.

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