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Grünland und Ackerfutter

Effektiv Ampfer bekämpfen

Die Ampferbekämpfung im Grünland ist besonders jetzt im Spätsommer effektiv. Eine gezielte Behandlung sichert langfristig die Qualität des Bestands und beugt Ertragsverlusten vor.
von Dr. Jonathan Mühleisen, Regierungspräsidium Stuttgart Erschienen am 26.08.2024

Einzelne Ampferpflanzen im Grünland können durch Ausstechen oder den Einsatz von Streichstäben und Rückenspritzen mit selektiven oder Totalherbiziden bekämpft werden. Wenn der Ampferanteil mehr als 8 Prozent des Ertrags ausmacht, was etwa 4000 Pflanzen pro Hektar entspricht, ist eine Flächenbehandlung mit einem selektiven Mittel sinnvoll. Die effektivste Bekämpfung erfolgt zwischen Mitte August und Anfang Oktober, wenn die Pflanzen kräftige Rosetten, aber noch keine Blütenquirle gebildet haben (Wuchshöhe etwa 20 cm). Zu diesem Zeitpunkt sind die Ampferpflanzen durch mehrere Nutzungen geschwächt und verlagern ihre Nährstoffe in den Wurzelbereich. Geeignete Mittel und detaillierte Hinweise zur Ampferbekämpfung auf FAKT-Flächen sind in der Broschüre „Integrierter Pflanzenschutz 2024 - Ackerbau und Grünland“ in Tabelle 70 und im Textteil auf den Seiten 118 und 119 aufgeführt.

Gräser dennoch schonen

Bei Temperaturen über 25 °C können Schäden an Gräsern entstehen. Das kleeschonendste Mittel ist Harmony SX. Eine Schonung der Kräuter kann auch durch die Ausbringung mit dem Rotowiper erreicht werden. Bei der Verwendung des Rotowipers sollten die Ampferpflanzen idealerweise 10 bis 15 cm über den Grünlandbestand hinausragen. Wenn Simplex angewendet wird, ist besonders auf die Hinweise zur Verwendung von Gülle, Jauche, Mist oder Gärresten zu achten. Nach einem Herbizideinsatz ist es wichtig, die entstandenen Lücken durch Nach- oder Übersaat zu schließen.

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