
Bislang wenig Käferholz
Die Schnittholzpreise halten sich relativ stabil und sollen auch im zweiten Halbjahr stabil bleiben. Die Preise für Rundholz, frische Fichte (2b+), halten sich ebenfalls weiterhin auf Frühjahrsniveau in Höhe von 90 bis 93 Euro pro Festmeter, im Raum Schwarzwald liegt man teilweise über der 100-Euro-Marke, heißt es. Der Grund: Holz fließt sehr gut ab und ist knapp. Beim Käferholz ist man bislang zumindest mit einem blauen Auge davon gekommen. Der befürchtete große Anfall an Käferholz ist wegen des vielen Regens in den vergangenen Wochen ausgeblieben. Anfallendes Holz wird gänzlich sofort abtransportiert, sodass die Lager, sowohl Trocken- als auch die Nasslager, leer sind. Für Käferholz wird 70 bis 73 Euro pro fm bezahlt, vielerorts soll es auch Mischpreise geben, heißt es bei den Waldbesitzervereinigungen, die gespannt sind auf die bevorstehenden Preisgespräche mit ihren Abnehmern.
Hochwertiges Laubholz ist gefragt
Die Laub-Stammholz-Saison wurde insgesamt gut abgeschlossen. Hochwertige Eichen aber auch Buchen und Eschen waren gefragt, bei schlechteren Qualitäten und bei den Parkettqualitäten für Eiche gerieten die Preise unter Druck. Über Genoholz zum Beispiel wurden auf der Submission rund 115 Festmeter angeboten, was über 10 Prozent der Gesamtmasse ausmachte. Im Schnitt über alle Baumarten, Güten und Stärken hinweg lag der Erlös bei knapp 300 Euro/Festmeter.
Preise für Brennholz unter Druck
Der Brennholzmarkt sowie der Markt für Wald-Hackschnitzel und Industrie-/K-Holz stehen unter Druck. Gründe dafür sind die schwache Nachfrage und der zu warme Winter, infolgedessen es noch zu volle Lager gibt, sowie Lagerbestände aus Überbevorratung durch Hamsterkäufe in den Vorjahren. Der Brennholz-Preis für Buche und Esche liegt bei rund 75 Euro/fm einschließlich MwSt. Der Absatz von Papierholz könnte deutlich besser sein, ist aber auskömmlich.


