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Deutscher Raiffeisenverband (DRV)

Staatliches Tierwohl-Label diskutiert

Zu einem Meinungsaustausch traf vor kurzem Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), mit dem Präsidium des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Herausforderungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft, die sich aus der aktuell kritischen gesellschaftlichen Debatte ergeben. Agrarwirtschaft und Politik seien gut beraten, in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierte Defizite der Branche gemeinsam aufzugreifen, so der Staatssekretär.
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Deshalb initiiert Bundesminister Christian Schmidt die Einführung eines staatlichen Tierwohl-Labels. Ziel ist es, die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für tierische Produkte mit Zusatznutzen zu aktivieren. Diese Strategie geht davon aus, dass staatlich getragenen Kennzeichnungen mehr Vertrauen entgegen-gebracht wird, als von der Wirtschaft getragenen.

Vorgesehen ist ein dreistufiges Verfahren. Gestartet werden soll im Bereich Schweinefleisch. Das staatliche Tierwohl-Label wird ein Angebot an die Branche sein, das nicht obligatorisch zu verwenden ist, so Dr. Aeikens. Präsident Manfred Nüssel gab zu bedenken, dass ein nationales Tierwohl-Label nicht zu Wettbewerbsnachteilen im internationalen Agrarhandel führen darf.

In Bezug auf den Milchmarkt waren sich der Staatssekretär und die Mitglieder des DRV-Präsidiums einig, dass die mit Blick auf die Marktveränderungen diskutierten Anpassungen bei den Lieferbeziehungen ausschließlich in Verantwortung der Genossenschaften und ihrer Mitglieder anzugehen sind.

Diskutiert wurden auch die Perspektiven für den deutschen Agrarexport. DRV-Präsident Manfred Nüssel anerkannte das große Engagement des BMEL zur Erschließung neuer Märkte. Dr. Aeikens machte deutlich, dass die Exportbemühungen vorrangig auf zahlungskräftige Märkte in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern zielen.

 

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