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Schweinezucht

Bayern-Genetik bietet ödemresistente Zuchttiere an

Die Ödemkrankheit (Colienterotoxämie) und Durchfall (Colidiarrhöe) nach dem Absetzen gehören mit zu den bedeutensten Infektionskrankheiten beim Schwein. Die Ödemkrankheit führt zu Flüssigkeitsansammlungen in verschiedenen Geweben. Das zeigt sich insbesondere in Schwellungen am Kopf (Augenlider und Ohren) sowie Bewegungsstörungen.
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In Studien wird von zwei bis drei Prozent Tierverlusten berichtet. Verantwortlich sind sogenannte Coli F18-Bakterien, die sich an der Dünndarmwand anheften und explosionsartig vermehren und schädliche Giftstoffe produzieren können. Bei resistenten Ferkeln können sich die Bakterien nicht an der Darmwand anheften.

In der Zucht nutzt man zur Problemlösung eine natürlich vorkommende Mutation im Genom der Schweine. Allerdings sind nur reinerbig ausgestattete Tiere resistent gegen die Ödemkrankheit. In der Edelschweinherde in Triesdorf wird mit Hilfe eines Gentests auf diese Reinerbigkeit gezüchtet. Auf der Vaterseite wird die Reinerbigkeit über Endstufeneber der Linie "Premo" vererbt. Fast alle DE-Eber der Bayern-Genetik, deren Namen mit "CH-" beginnen, sind reinerbig resistent.

Krankmachende Colikeime sollen durch die Wirkung ihrer Toxine auch für die Entstehung von Ohrrand- und Schwanzspitzennekrosen mitverantwortlich sein. Diese können Auslöser für das gefürchtete "Ohren- Schwanzbeißen" sein. Grundsätzlich sollte der Magen-Darmgesundheit daher besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

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