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Mischfuttertest Baden-Württemberg und Bayern

Daten für Hoftorbilanz fehlen zum Teil

Von Juli bis September 2025 wurden in Bayern und Baden-Württemberg dreizehn Milchleistungsfutter von sieben Inverkehrbringern beziehungsweise acht Herstellerwerken geprüft. Bei allen dreizehn Proben handelte es sich um Ausgleichsfutter (oder für den Verschnitt mit Getreide). Mit dem Milchviehfutter M16/4 von Meika, Großaitingen sowie dem Naturland Milchviehfutter 25/3 L und dem Naturland 28/4 der Mischfutterwerke Mannheim, Ichenhausen waren drei Ökofutter vertreten.
von Pressemitteilung, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Poing/Grub Erschienen am 14.04.2026

Artikelzusammenfassung


Die Zusammenfassung wird von einer KI generiert und kann inhaltliche Fehler enthalten.
Dreizehn Milchleistungsfutter wurden im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg und Bayern getestet. Zum Teil fehlten bei den Futtermitteln Angaben über die Gehalte an Stickstoff und Phosphat. © Petra Ast

Keines der Futtermittel enthielt gentechnisch veränderte Organismen. Von den dreizehn Futterproben waren zehn mit einer Komponentenangabe in Prozent versehen. Drei Futterproben wurden wegen eines Energie-Untergehalts und eine wegen eines Rohprotein-Untergehalts in „3“ abgestuft. Alle anderen neun Futterproben erhielten die „1“. Hierunter sind zwei Futterproben mit einer Energie-Überschreitung, was rechtlich nicht relevant ist, fachlich jedoch allein nicht zur Abwertung führte. Leider waren nur bei vier Futtermitteln die Gehalte an Stickstoff und Phosphat pro Kilogramm (kg) Futtermittel angegeben. Dies ist für die Erstellung einer Stoffstrombilanz im Sinne einer Hoftorbilanz hilfreich.

Fütterungshinweis: Kraftfutter mit dem Hinweis „mit niedrigem Gehalt an leicht löslichen Kohlenhydraten und hohem Anteil an verdaulicher Rohfaser“ (ein Futter) sind bei Rationen angebracht, die hohe Anteile an Zucker und pansenabbaubarer Stärke enthalten. Das hat den Zweck, die Gefahr einer Pansenazidose zu vermindern.  

Eiweiß: Bei vier Futterproben war „mit geschütztem Eiweiß“ angegeben. Dies kann bei Milchleistungen über 30 kg Milch sinnvoll sein, da hier die Eiweißsynthese durch die Mikroben im Pansen nicht mehr ausreicht. Zur Rationsberechnung wäre aber die gleichzeitige Angabe des UDP-Gehalts nötig, was aber nicht der Fall war. Bei den untersuchten Futtermitteln wurde bei acht Futterproben der nXP-Wert, jedoch nur fünfmal mit dem Wert für die Ruminale Stickstoffbilanz (RNB-Wert) ausgewiesen. Der RNB- und der nXP-Wert werden aber gleichzeitig benötigt, um die Ausgeglichenheit von Eiweiß und Energie in einer Ration kontrollieren zu können.

Kalzium- und Phosphorgehalte unterscheiden sich

Harnstoff dient dagegen nur dem Ausgleich der ruminalen Stickstoffbilanz, erhöht aber nicht den Wert des Futtermittels (dreimal). Weiterhin sollte Harnstoff nur in Rationen eingesetzt werden, die mit wenig pansenverfügbarem Stickstoff, aber ausreichend pansenverfügbaren Kohlenhydraten für die Pansenbakterien ausgestattet sind. Gesetzlich darf der Gehalt an Harnstoff 10 Gramm (g) pro kg aufgenommene Trockensubstanz nicht übersteigen. Zudem darf der Stickstoff aus Harnstoff maximal 30 Prozent (%), nicht 20 % des Gesamt-Stickstoffs betragen. Der weitere Zusatz bei diesen Futterproben „…darf nur an Wiederkäuer mit funktionsfähigem Pansen gefüttert werden“ ist hier besonders angebracht, da Milchleistungsfutter mit geeigneter Zusammensetzung auch an Aufzuchtkälber verfüttert werden.

Mineralstoffe und Spurenelemente: Der Hinweis „…die Zugabe von Mineralfutter wird empfohlen“ wie bei drei Ausgleichskraftfuttern auf der Deklaration aufgeführt, ist keineswegs überflüssig. Kraftfutter, vor allem solche für den Verschnitt mit Getreide oder den Ausgleich (Energie/Protein/Mineralstoffe) können wegen der verwendeten Komponenten grundsätzlich unterschiedliche Kalzium- und Phosphorgehalte aufweisen. Andererseits sollte der Fütterungshinweis „der Kupfergehalt dieses Futtermittels kann bei Rindern, die auf Weiden mit hohem Molybdän- oder Schwefelgehalt gehalten werden, zu Kupfermangel führen“ (zwei Futter) nicht dazu führen, Mineralfutter im Übermaß zuzusetzen. Das sollte vielmehr dazu anregen, neben den Mengen- auch einmal die Spurenelementversorgung im eigenen Grobfutter untersuchen zu lassen.

Die hier aufgeführten Ergebnisse beziehen sich auf die geprüften Chargen und sind nicht auf andere Produkte oder Zeiträume übertragbar.

© LfL Poing/Grub
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