Mehr als drei Schulstunden pro Woche
Von der Einführung zum wissenschaftlichen Arbeiten über die Themenfindung bis hin zur Recherche in der Literatur und vor Ort – darum ging es im Seminarkurs 2024/25. Milena Grießbaum, Alina Haberer, Mia Scherer und Selina Winterhalter präsentierten ihre Ergebnisse auf dem Forum „Stärkung des Ländlichen Raums“. Laut Stundenplan waren drei Schulstunden pro Woche für die wissenschaftliche Arbeit vorgesehen, doch viele Schülerinnen und Schüler investierten mehr Zeit in ihr Projekt. Alina Haberer befasste sich mit der Bewertung von GPS-Lenksystemen für einen Großbetrieb am Oberrhein. Dem Einsatz von Drohnen im Weinbau in Steillagen widmete sich Mia Scherer, während Milena Griesbaum auf dem elterlichen Milchviehbetrieb untersuchte, inwiefern sich Rapsschrot als Proteinersatz im Kraftfutter eignet. Selina Winterhalder befasste sich mit dem digitalen Gesundheitssystem SmexTec in der Milchviehhaltung. Ihre Ergebnisse präsentierte sie in einem Vortrag vor mehr als 100 Teilnehmenden.
Das Fachforum der Agrarwissenschaftlichen Gymnasien geht auf eine Initiative der Landesregierung zurück. An allen sechs Agrarwissenschaftlichen Gymnasien Baden-Württembergs befassen sich die Schülerinnen und Schüler dabei mit dem Thema „Stärkung des Ländlichen Raumes“. Bei dem dreitägigen Fachforum wird das Engagement bei einer festlichen Veranstaltung gewürdigt.
35 von 80
Insgesamt kamen in diesem Jahr rund 80 Schülerinnen und Schüler in Hohenheim zusammen. 35 von ihnen hatten im vergangenen Schuljahr den Seminarkurs besucht und eine wissenschaftliche Arbeit verfasst. Zudem nahmen auch viele Schülerinnen und Schüler teil, die den Kurs im aktuellen Schuljahr belegen.
„Das Engagement und die fachliche Tiefe, mit der die Schülerinnen und Schüler ihre Themen bearbeiten, beeindrucken uns jedes Jahr aufs Neue. Es sind junge Menschen wie diese, die wir für unsere Universität gewinnen möchten, um uns auch in Zukunft an der Spitze der deutschen Agrarforschung zu behaupten“, sagte Prof. Ralf Vögele, Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften. Die Schülerinnen und Schüler bekamen eine Führung durch das Phytotechnikum: Das 1400 Quadratmeter große Hightech-Gewächshaus verfügt über eine computergesteuerte Klimaregelung und Bewässerungsautomatik sowie eine Feinregelung für Lichtstärke, Luftfeuchtigkeit und Temperatur.
Minister Peter Hauk sowie Staatssekretärin Sandra Boser gratulierten den Schülerinnen und Schülern bei der Feierstunde auf dem Campus.

