Im Rückblick lässt der üppig grüne Garten viele vergessen, wie dürr und braun der August unsere Gärten aussehen ließ. Wer glaubt, wir könnten uns in Mitteleuropa, wo die Temperaturen stärker als anderswo steigen, bald auf italienisches Wetter mit einer Gartenpause im Sommer freuen, darf die nach wie vor drohenden Spätfröste im April, manchmal auch weiterhin noch im Mai, nicht vergessen.
Veröffentlicht am
Erschienen am 03.12.2022
erschienen in BW Wochenblatt 48#322022
: Salat steht im März bis Mai am besten unter Vlies. Imgab es reichlich Schnee. (oben): Himbeeren hier in rot, gelb und schwarz trugen, ungestört von Regen, sehr üppig. Vielerorts blühen übrigens viele Sommerhimbeeren ab September nochmals an den einjährigen Ruten. (unten): Milde Winter ermöglichen eine meistens erfolgreiche Überwinterung von Cardy und Artischocken, die sich dann so prächtig wie in Südeuropa entwickeln. : Wärmeliebende Fruchtgemüse, hier Wassermelonen in Bamberg, entwickeln sich auch bei Hitze prächtig, wenn sie genug Wasser bekommen. : Zwiebeln profitierten von früher Saat/Pflanzung, wenn sie zum Start noch viel Feuchte haben. Im trockenen Sommer bleiben sie gesund. : Stauden, die gut mit der Trockenheit zurechtkommen, bleiben auch bei sparsamer Wasserversorgung attraktiv. (oben): Wer Kartoffeln bis Ende September im Boden ließ, konnte solche Überraschungen erleben: Die jungen Knollen trieben aus. (unten): Auch der anspruchsvolle Blumenkohl entwickelt sich nach Augustpflanzung sehr zuverlässig in den Herbst hinein Ernte ab Mitte Oktober.
Zunächst ließ sich das Gartenjahr „ganz normal" an. Das heißt, der Januar blieb vielerorts ein verlängerter Herbst und die Gärten präsentierten sich in Grün. Der Februar wartete dann je nach Gegend doch mit echten Frösten auf. Durchgefrorene Böden gab es jedoch nur in raueren Mittelgebirgslagen. In Weinbaugegenden gab es so gut wie keine richtige Frostgare. Typische Grüneinsaaten wie Bienenfreund oder Senf blieben zumindest teilweise grün, sie erfrieren erst bei -7 Grad. Die Niederschläge fielen wie gewohnt, im Norden sogar etwas über und im Süden leicht unter dem langjährigen Mittel. Ab der zweiten Märzhälfte überzogen sich dann sämtliche Autos, Gewächshausdächer und Veranden mit einem erdbraunen Schleier: Bis zu drei Gramm Saharastaub...
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