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Tagung von BVWS und VDF

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Der Bundesverband Deutscher Wurst- & Schinkenproduzenten e. V. (BVWS) und der VDF appellieren an die Politik, bei zukünftigen Gesetzgebungsvorhaben stärker auf Praxistauglichkeit, Wettbewerbsfähigkeit und europäische Harmonisierung zu achten.
von Redaktion Erschienen am 17.06.2026
Unter Druck: Der Fleischverzehr in Deutschland ist 2025 insgesamt leicht gestiegen. Gleichzeitig aber sinkt die heimische Produktion und wird zunehmend durch Importe ersetzt. Das erhöht den Wettbewerbsdruck für den heimischen Standort. © Silvia Rueß

Die deutsche Fleischwirtschaft zeigt sich auch im Jahr 2025 bemerkenswert robust. Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten, hoher Kostenbelastungen und wachsender regulatorischer Anforderungen ist der Fleischverzehr in Deutschland bereits das dritte Jahr in Folge gestiegen. Nach aktuellen Berechnungen lag der Pro-Kopf-Verzehr bei 54,9 Kilogramm (kg) Fleisch und damit 1,4 kg über dem Vorjahr. Schweinefleisch bleibt mit 28,3 kg pro Kopf die wichtigste Fleischart in Deutschland.

Gleichzeitig entwickelte sich die inländische Produktionsmenge von Fleischwaren bei gleichbleibendem Konsum rückläufig. Dies ist auf steigende Importe aus anderen europäischen Ländern zurückzuführen und verdeutlicht den wachsenden Wettbewerbs- und Standortnachteil des Produktionsstandortes Deutschland.

„Die aktuellen Zahlen belegen, dass Fleisch und Fleischwaren weiterhin einen festen Platz im Einkaufswagen der Verbraucher haben. Die Menschen in Deutschland schätzen hochwertige, sichere und bezahlbare Lebensmittel“, sagt Martin Müller, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Fleischwirtschaft e. V. (VDF). Trotz der positiven Marktentwicklung stehen die Unternehmen unter erheblichem Druck. Deren Verbände sehen mit wachsender Sorge, dass sich die Rahmenbedingungen für die Fleischwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich zunehmend verschlechtern.

Den Export weiter ausbauen

Nationale Sonderregelungen und zusätzliche Anforderungen gehen häufig über EU-Vorgaben hinaus und verschärfen die Belastung für Unternehmen. Hohe Energie- und Produktionskosten beinträchtigen die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich. Häufige Änderungen und unklare Vorgaben erschweren langfristige Investitionsentscheidungen und führen zu Planungsunsicherheiten. Es besteht die reale Gefahr, dass Produktionskapazitäten ins Ausland verlagert werden. Die Branche sieht es als unerlässlich an, dass die Diversifizierung der Marktzugänge für Fleisch aus Deutschland für attraktive Märkte in China, Japan, Indonesien, den USA und Mexiko weiter nachdrücklich vorangetrieben wird. Die beiden Branchenverbände begrüßen die Exportstrategie von Bundesminister Rainer als „eine wertvolle Grundlage“ für eine positive Entwicklung der Unternehmen in Deutschland.

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