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Mikrofone im Getreidelager

Schädlinge am Schmatzen erkennen

Ein neues System zum Erkennen von Lagerschädlingen geht auf einem Betrieb in Brandenburg in den Praxistest. Es besteht aus Mikrofonen, die Lagerschädlinge am Fraßgeräusch erkennen soll.
Veröffentlicht am
Fotomontage zum Abhören von Schädlingen im Getreidelager.
Fotomontage zum Abhören von Schädlingen im Getreidelager.Pixabay.com

Auf dem Fläminger Landwirtschaftsbetrieb Gut Schmerwitz in Brandenburg wurde am 26. Juni 2018 das erste „Beetle Sound Tube“ System in Getreidesilos installiert. Hierbei handelt es sich um ein Röhrensystem, das mittels Mikrofonen die Fraßgeräusche von unerwünschten Käfern und deren Larven im Getreide erkennt.

Das „Beetle Sound Tube“-System besteht aus drei Meter langen Röhren, die mit Mikrofon und Datenlogger ausgestattet sind. Befinden sich Käfer oder Larven in den Getreidesilos, werden sehr leise Bewegungs- und Fraßgeräusche über das Mikrofon erfasst und digital ausgewertet.

So kann nicht nur die Schädlingsart bestimmt werden sondern auch die Schädlingsdichte, also wie viele Schädlingesich im Silo befinden. Diese Informationen ermöglichen eine frühzeitigeund zielgenaue Bekämpfung der Eindringlinge.

Die Idee zum Projekt „Beetle Sound Tube“ hat sich aus Ergebnissen des Julius Kühn-Instituts (JKI) entwickelt. Es wird für mindestens vier Lagerperioden in vier Praxisbetrieben erprobt und angepasst. Getestet wird auch, ob über die Käfer-Schallröhren direkt Nützlinge zur Schädlingsbekämpfung eingebracht werden können. Das Projekt soll fünf Jahre laufen.

 

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