Ein Drittel weniger Äpfel im Alten Land
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Im vergangenen Jahr ernteten die Bauern dort mit 334.000 Tonnen etwa ein Drittel mehr. Härter getroffen hat es die Obstbauern am Bodensee und im Rheinland, die nach Schätzungen der Agrarmarkt- Informationsgesellschaft (AMI) 65, beziehungsweise 50 Prozent weniger ernten werden als im Vorjahr. Bundesweit geht die AMI von 550.000 Tonnen Äpfeln aus, 46 Prozent weniger als im Vorjahr.
Äpfel und Apfelprodukte wie Säfte und Schorlen werden durch die kleinere Ernte voraussichtlich etwas teurer werden. Nach Angaben von Ulrich Buchterkirch der Fachgruppe Obstbau des Landvolks Niedersachsen werden die Kunden in diesem Jahr eine moderate Preissteigerung von 40 bis 50 Cent je Kilo frischer Äpfel akzeptieren müssen. Die Direktvermarkter und kleinen Mostereien hoffen darauf, dass die Kunden ihnen und ihren hochwertigen regionalen Produkten dennoch treu bleiben. Die Fruchtsaftindustrie rechnet mit dem doppelten bis dreifachen Preis für Verarbeitungsware aus Deutschland. Die Einkäufer der großen Erzeuger werden sich vermutlich verstärkt in Polen nach günstiger Rohware umschauen.
Weniger Betriebe – mehr Anbaufläche
Die polnischen Obstbauern habe die ohnehin schon große Anbaufläche weiter ausgeweitet. Rund drei Millionen Tonnen Äpfel werden dort jährlich geerntet. In Niedersachsen stehen 8089 Hektar Apfelbäume auf 522 Betrieben, ergab die Baumobsterhebung 2017 des Statistischen Bundesamtes. 90 Apfelhöfe mit insgesamt 1336 Hektar werden ökologisch bewirtschaftet. Der Apfel macht 68 Prozent der deutschen Baumobstfläche von insgesamt rund 34.000 Hektar aus. Die Anzahl der Betriebe ist in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren von über 7000 auf 5682 zurückgegangen, die Anbaufläche wurde leicht ausgeweitet.



