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Ölsaatenmarkt

GVO-freie Ölschrote werden teurer

Die Nachfrage nach GVO-freiem Soja- und Rapsschrot steigt und die Preise auch.
Veröffentlicht am

Die unterschiedliche Verfügbarkeit der Ölschrote spiegelt sich deutlich in den Forderungen wider, meldet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (Ufop). Nach diesen Angaben ist Rapsschrot auf vorderen Lieferpositionen knapp und daher teuer. Diese Situation wird durch die steigende Nachfrage nach Rapsschrot zur GVO-freien Milchviehfütterung weiter forciert. Auch GVO-freies Sojaschrot ist derzeit knapp und somit teuer. Es verzeichnet daher einen entgegengesetzten Preisverlauf als das konventionelle Sojaschrot.

GVO-freies Sojaschrot mit 45 Prozent RP verteuerte sich im Februar 2017 um 8 Euro je Tonne (Euro/t) auf 471 Euro/t. Rapsschrot legte im genannten Zeitraum sogar um 9 Euro/t zu und kostete damit ab Werk 225 Euro/t. Auch von den Veredelungsbetrieben wurde mehr gefordert. GVO-freies Sojaschrot verteuerte sich hier um 3 Prozent, Rapsschrot um 2,6 Prozent.

Die deutlichen Preisunterschiede zwischen Raps- und GVO-freiem Sojaschrot sind auf den unterschiedlichen Proteingehalt und damit unterschiedlichen Futterwert zurückzuführen. Die Differenz im Futterwert spielt allerdings primär für die Schweinemastbetriebe eine Rolle, da der Fleischansatz maßgeblich von Proteingehalt und -qualität der Futtermischungen abhängt. Für die Milchviehfütterung gilt das nicht, ein Leistungsabfall bei der Milchmenge tritt durch den alleinigen Einsatz von Rapsschrot im Vergleich zur Sojaschrot im Futter nicht auf.

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