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Biberach-Sigmaringen feiert 25 Jahre Fusion

Impulsgeber für den ländlichen Raum

Mit einem bunten Programm, zahlreichen Ehrengästen und einer voll besetzten, herbstlich dekorierten Halle haben die Landfrauen Biberach-Sigmaringen in Neufra das 25-jährige Bestehen ihrer Fusion gefeiert. Was vor einem Vierteljahrhundert begann, hat Früchte getragen.
von Brigitte Werner-Gnann Erschienen am 26.01.2026
Waren sich einig, dass der ländliche Raum starke Fürsprecher und aktive Botschafter braucht: Kreisvorsitzende Doris Härle (l.) und Ministerialdirektorin Isabel. © Brigitte Werner-Gnann

Wir dürfen anstoßen auf 25 Jahre Engagement, Zusammenhalt, Ideenreichtum und ganz viel Herzblut“, freute sich Kreisvorsitzende Doris Härle zum Auftakt der Feier des heute 1359 Mitglieder zählenden Verbandes, der sich aus den einstigen Kreisverbänden Biberach und Sigmaringen zusammenschloss. Es sei ein Vierteljahrhundert voller Begegnungen, Herausforderungen, Lachen, Lernen und vor allem einer gemeinsam gestalteten Zukunft auf dem Land gewesen.

Drei Mütter der Fusion

Neben den 25 Jahren als reiner Zahl gelte es diejenigen Menschen zu feiern, die damals den Mut hatten, Neues zu wagen. Nur durch ihren Einsatz sei die Vision eines Zusammenschlusses zweier Regionen, zweier Traditionen und zweier Temperamente in die Tat umgesetzt worden. Doris Härle dankte dabei den „drei Müttern der Fusion“ Toni Teufel, Hildegard Neuer und Elfriede Elser. Sie hätten mit Weitblick, Herz und Überzeugung das Fundament für eine neue starke Gemeinschaft gelegt. Sie hätten Brücken gebaut, wo andere Grenzen sahen. Sie erinnerte aber auch an die organisatorische Unterstützung der Geschäftsführer Hubert Missel, Otto Lambrecht und Klaus Burger sowie Sonja Lichtenberger, damit aus einer Idee ein starkes Miteinander werden konnte.

„Nach 25 Jahren können wir mit Stolz sagen: Die Fusion war ein voller Erfolg“, unterstrich Härle. Doch das Jubiläum sei nicht nur ein Blick zurück, sondern auch nach vorn. Schon immer hätten die Landfrauen gezeigt, dass Tradition und Zukunft Hand in Hand gehen könnten, ob durch ein breites Bildungsangebot oder als politisches Sprachrohr. Landfrauen gestalteten mit, statt nur zuzusehen, packten tatkräftig an, seien bodenständig und offen. Die Kreisvorsitzende zeigte sich überzeugt, dass dies auch in den kommenden 25 Jahren so sein werde. Solange es engagierte, kluge und mutige Frauen gebe, solange gebe es auch die Landfrauen Biberach-Sigmaringen.

„Landfrauen sind das Rückgrat des ländlichen Raumes. Es ist toll, dass es uns gibt, ich bin nämlich auch eine“, bekannte Ministerialdirektorin Isabel Kling vom Stuttgarter Landwirtschaftsministerium. Sie lobte die Arbeit der Landfrauen, die sich nicht nur um Familie und Hof kümmerten, sondern tatkräftig anpackten, um den ländlichen Raum zur Heimat zu machen. Bei Problemen mischten sie sich ein und kümmerten sich um andere Menschen. Landfrauen wüssten nicht nur woher Lebensmittel kommen, sondern auch was man daraus mache. Deshalb setzten sie die Kampagne „Das ganze Land zu Tisch“ bestens um.

Appell an Verbraucher

Auch sie sei ein Land- und Dorfkind, auf einem kleinen Bauernhof bei Altshausen aufgewachsen und wisse, dass man in der Landwirtschaft anpacken müsse, aber auch Verantwortung füreinander übernehme. Landwirte produzierten täglich unser Essen, deshalb müsse sich Politik und Gesellschaft auch um sie kümmern. Sie forderte dabei Rahmenbedingungen, die den Landwirten Freiräume für ihre Arbeit ließen. „Gesunder Menschenverstand und Fachwissen müssen wieder mehr zählen“, machte sie deutlich. Zugleich seien Verbraucher in der Pflicht, regionale Produkte zu kaufen und nicht nur darüber zu reden und auch der Lebensmitteleinzelhandel trage Verantwortung, dass am Ende auch der Landwirt etwas verdiene.

„Der Kreisverband Biberach-Sigmaringen steht für Engagement, Miteinander, Kreativität und Tatkraft. Das macht die hohe Mitgliederzahl deutlich“, unterstrich Claudia Grab-Knoll. Die Vizepräsidentin des Landfrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern, die Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte, verwies darauf, dass die Landfrauen eine starke Gemeinschaft seien, die trägt, ob beim Bildungsangebot, als Netzwerkerin oder Impulsgeberin. Die Landfrauen verbinde vor allem eine innere Haltung und das Interesse aneinander verbunden mit dem Wunsch, etwas zu bewegen, sich auszutauschen und einander zu stärken. Ähnlich lautete auch der Tenor in einer kurzen Talkrunde, in der Kreisvorsitzende Doris Härle Ehrengäste dazu befragte, was sie mit Landfrauen in Verbindung bringen. Durch Bildungsangebote den Blick über den Tellerrand zu wagen und die Geselligkeit unter Gleichgesinnten fielen dabei immer wieder als Stichworte. Dass Landfrauen eine treibende Kraft sind, wenn es um die Gestaltung der Zukunft des ländlichen Raumes geht, das unterstrich auch der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger in seinem Grußwort.

 Abgerundet wurde die Jubiläumsfeier durch eine musikalische Note, die der Landfrauenchor unter Leitung von Edith Hummel beisteuerte. Für beste Unterhaltung sorgte abschließend Christiane M. mit ihrer „Erotischen Comedy“.

Gute Landfrauenarbeit braucht viele Schultern. Für ihr Engagement ehrte die Kreisvorsitzende drei Landfrauen mit einer Ehrenurkunde sowie der Silbernen Biene als Anstecknadel oder Ring. Verdienste erworben haben sich Petra Teufel aus Inneringen (15 Jahre Vorstandsarbeit), Ulrike Moser aus Waldbeuren (13 Jahre Vorstandsarbeit) und Marlies Dreher aus Frohnstetten (ebenfalls 13 Jahre).  
Gute Landfrauenarbeit braucht viele Schultern. Für ihr Engagement ehrte die Kreisvorsitzende drei Landfrauen mit einer Ehrenurkunde sowie der Silbernen Biene als Anstecknadel oder Ring. Verdienste erworben haben sich Petra Teufel aus Inneringen (15 Jahre Vorstandsarbeit), Ulrike Moser aus Waldbeuren (13 Jahre Vorstandsarbeit) und Marlies Dreher aus Frohnstetten (ebenfalls 13 Jahre).   © Brigitte Werner-Gnann
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