Eine winzige Mutation im Erbgut von Gerste sorgt dafür, dass sich die Pflanze schneller entwickelt und damit eher blüht als eine etablierte Gerstensorte. Das könnte im Klimawandel helfen. Fündig wurde das Team der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) bei dem Gen ELF3. In Feldversuchen und Gewächshausexperimenten untersuchte das Team verschiedene natürlich vorkommende Varianten des ELF3-Gens bei sonst genetisch nahezu identischen Pflanzen, die aus der Kreuzung von einer etablierten Gerstensorte (Barke) mit verschiedenen Wildgersten entstanden sind. Hierbei entdeckten die Forschenden eine Variante mit besonderen Eigenschaften: Obwohl sich ihr genetischer Bauplan nur an einer einzigen Stelle von der etablierten ELF3-Variante...