Ende Juni dieses Jahres hat sich die EU-Kommission mit dem südamerikanischen Mercosurblock (Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay) auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Kernelemente des Agrarteils sind einerseits ein präferiertes Zollkontingent für Rindfleisch und Freihandelsquoten für Zucker aus Südamerika; andererseits ein Zollabbau für europäische Milchprodukte, Süßwaren und Wein. Ein einseitiges, kaum verdauliches Geschäft für die europäische Landwirtschaft. Aber trotz des unmittelbaren, scharfen Protests von Seiten des Berufsstandes und des Gegenwinds aus Frankreich schien die Ratifizierung des Handelsabkommens nicht ernsthaft gefährdet. Doch der Widerstand wurde im Laufe der letzten Wochen stärker und das lässt hoffen, dass...