Da für die Wintergerste kein Saatgutbeizmittel mit einem gegen Virusvektoren wirksamen Wirkstoff zur Verfügung steht, gilt es, mit der Wahl des richtigen Saatzeitpunktes die Infektion der Gerstenkeimlinge mit dem Gerstengelbverzwergungsvirus und dem Weizenverzwergungsvirus zu vermeiden. Die zuerst genannte Krankheit wird durch Getreideblattläuse, die zweite durch Zikaden übertragen. Um eine Übertragung der Viren durch Blattläuse und Zikaden zu verhindern, sollte das Ausfallgetreide rechtzeitig beseitigt, die Wegränder sollten gemulcht werden. Je später die Wintergerste gesät wird, umso weniger werden die Keimlinge infiziert. Deswegen sollte mit der Aussaat der Wintergerste nicht vor dem 20. September begonnen werden.