Ein Forstbetrieb lebt vom Zuwachs
Ende Juni fand im Forstbezirk Titisee-Neustadt eine Privatwaldschulung mit knapp 50 Teilnehmern zum Thema „Wälder gezielt verjüngen“ statt. Eine wichtige Aufgabe für Forstbetriebe und Waldbesitzer nicht nur im Hochschwarzwald.
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Im Juni führte der Forstbezirk Titisee-Neustadt eine Privatwaldschulung zur gezielten Waldverjüngung durch, da junge Wälder klimaresistenter und produktiver sind als alte Bestände. An fünf Waldbildern in der Waldgenossenschaft Saig demonstrierte Revierleiter Martin Bach verschiedene Verjüngungsphasen und betonte die Bedeutung regelmäßiger Durchforstungen mit gezielter Lichtgabe zur Förderung von Naturverjüngung, insbesondere von Mischbaumarten wie Tanne und Buche. Der Schlüssel zur wirtschaftlichen Rentabilität liegt darin, Althölzer rechtzeitig zu räumen, bevor Sturm, Dürre oder Käferbefall Werteinbußen verursachen, und dadurch das Wachstum der nächsten Waldgeneration zu fördern.
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Junge Wälder sind reaktions- und anpassungsfähiger als alte Wälder, was im Klimawandel sehr wichtig ist. Der Höhenzuwachs der Fichte kulminiert häufig schon im Alter von 35 Jahren. Danach nimmt der Zuwachs und damit die Reaktionsfähigkeit stetig ab. Alte Wälder binden aus betrieblicher Sicht wiederum viel „stehendes“ Kapital, sind jedoch vulnerabel (verwundbar) und verzeichnen einen geringen Zuwachs (siehe Abb. 1). Um Wälder anpassungsfähiger zu machen und den Zuwachs in einem Forstbetrieb auf einem produktiven Niveau zu halten, müssen Bestände gezielt verjüngt werden. Da im Hochschwarzwald die Wälder vieler Höfe einen hohen Vorrat und ein hohes Alter aufweisen, spielt dieses Thema hier eine wichtige Rolle. Nach der Einleitung ins Thema...
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