Cleverer Rinderparasit
Der Rinderparasit Theileria hat seine ganz eigene Überlebensstrategie: Er «verkleidet» sich als Chromosom des von ihm befallenen Tieres und macht sich den natürlichen Zellteilungsprozess seines Wirtes zunutze, um sich zu vermehren. Forschende der Universität Bern sind dem Nutznießer jetzt auf die Schliche gekommen.
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Parasiten haben verschiedene, mitunter ausgeklügelte Wege entwickelt, um sich im Organismus ihres Wirtes auszubreiten. Der Parasit Theileria hat eine eigene Methode entwickelt, die ein Forscherteam unter der Leitung von Dirk Dobbelaere von der Abteilung Molekulare Pathobiologie der Universität Bern nun entschlüsselt hat. Theileria ist ein Einzeller, der in Afrika und weiten Teilen Asiens Rinder infiziert und eine krebsähnliche Krankheit – die Theileriose – auslöst. Er wird durch Zeckenbisse auf das Rind übertragen, wo er zunächst weiße Blutzellen besiedelt und anschließend auch in rote Blutzellen übergeht. Von dort aus gelangt er wiederum in Zecken, die sich vom Blut des betroffenen Rindes ernähren und anschließend weitere Rinder...
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