Zuchtbullen scheiden Erreger der Paratuberkulose aus
Erstmals ist es technischen und österreichischen Wissenschaftlern gelungen, den Erreger der Paratuberkulose “Mycobacterium avium paratuberculosis“ (MAP) im Ejakulat eines Zuchtbullen nachzuweisen. Wie sie im „Journal of Veterinary Medical Science“ berichten, wurden einem infizierten Zuchtbullen in einem Zeitraum von 380 Tagen insgesamt neun Samenproben entnommen. In allen konnte MAP mit einer PCR nachgewiesen werden. Abschließend wurde MAP im Rahmen einer Sektion auch aus Dick- und Dünndarm, Leber, Lymphknoten, den Nebenhoden und den Samenblasendrüsen isoliert.
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Die Beobachtung, dass infizierte Zuchtbullen MAP mit dem Ejakulat ausscheiden, könnte unter anderem erklären, warum Mutterkuhhaltungen vergleichsweise häufig von MAP betroffen sind. Aber auch Besamungsstationen und die von ihnen belieferten Rinderhalter sollten hellhörig werden.
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