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Pflanzenschutz aktuell

Unkräuter im Winterraps bekämpfen

Wenn im Herbst auf Schlägen mit schlechtem Auflaufen der Rapspflanzen auf eine Unkrautbekämpfung verzichtet wurde, oder wenn die Wirkung der durchgeführten Maßnahme nicht ausreicht, können noch Behandlungen erforderlich werden. Diese sollten nur durchgeführt werden, wenn keine Nachfröste vorhergesagt sind. Sie müssen vor dem Schließen der Bestände abgeschlossen sein. Die Gräsermittel sind im Merkblatt „Integrierter Pflanzenschutz 2022“ in Tabelle 41 auf Seite 86 zusammengestellt.
 

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Gegen Problemunkräuter wie Kamille und Ackerkratzdistel kann beispielsweise Vivendi 100 (1,2 l/ha) zur Anwendung kommen. Wenn die Kamille das Vier-Blatt-Stadium noch nicht überschritten hat, kann die Aufwandmenge um 30 Prozent reduziert werden. Tritt zusätzlich Klettenlabkraut auf, ist Effigo (0,35 l/ha) oder Korvetto (1,0 l/ha) vorzuziehen. Korvetto enthält neben Clopyralid den Wirkstoff Arylex und erfasst auch Taubnessel und Storchschnabel. Die beste Wirkung wird bei wüchsigem Wetter erzielt. Wurde zuvor im Getreide ein Sulfonylharnstoff eingesetzt, muss, um Schäden zu vermeiden, die Spritze sorgfältig gereinigt werden. Zudem müssen die Behandlungen spätestens zur Knospenbildung abgeschlossen sein. Clopyralid-haltige Mittel, wie Effigo, Korvetto, Vivendi und andere dürfen im Frühjahr nicht mehr eingesetzt werden, wenn im vergangenen Herbst schon Runway zur Anwendung kam (NG350).

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