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Marmorierte Baumwanze

Bekämpfungsversuch mit natürlichem Gegenspieler

Seit 2016 ist die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) in Südtirol zu beobachten. Sie hat sich in viele RegionenEuropas verbreitet und macht sorgt zusehends auch für Schäden in Deutschland. Jetzt wird in Südtirol ein Versuch gestartet, sie mit einem natürliche Gegenspieler, der Samurai-Wespe (Trissolcus japonicus), zu bekämpfen.
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Die Hoffnung auf einer erfolgreichen Bekämpfung der Marmorierten Baumwanze ruhen auf einem Gegenspieler, der Samurai-Wespe. Tests in größerem Umfang erfolgen in diesem Jahr am Obstversuchszentrm Laimburg in Südtirol.
Die Hoffnung auf einer erfolgreichen Bekämpfung der Marmorierten Baumwanze ruhen auf einem Gegenspieler, der Samurai-Wespe. Tests in größerem Umfang erfolgen in diesem Jahr am Obstversuchszentrm Laimburg in Südtirol. Trautmann

Am Südtiroler Versuchszentrum Laimburg wird die Marmorierte Baumwanze seit 2016 untersucht. Um eine wirksame Bekämpfungsstrategie entwickeln zu können, müssen zuerst Verhalten und Biologie der Wanze studiert werden.

Maßnahmen zur Regulierung


Bislang stützen sich die Maßnahmen zur Regulierung der Marmorierten Baumwanze in Südtirol auf den Einsatz chemischer Insektizide und die Verwendung von Insektenschutznetzen. Langfristig sind jedoch nachhaltigere Strategien, wie die biologische Bekämpfung mittels eines natürlichen Gegenspielers, notwendig. In Asien wird die Marmorierte Baumwanze durch bestimmte Parasitoide in Schach gehalten. Durch die Einführung dieser Parasitoide aus dem ursprünglichen Verbreitungsgebiet des Schädlings in Asien könnte die Populationsdichte der Marmorierten Baumwanze verringert werden. Erste Laborversuche haben gezeigt, dass beispielsweise die sogenannte Samurai-Wespe, eine sehr kleine Wespenart, 90  bis 100  Prozent der Eier der Marmorierten Baumwanze parasitiert.

Freisetzung und Nachzucht der Samurai-Wespe

Im kommenden Sommer soll dieser natürliche Gegenspieler in Südtirol freigesetzt werden, um die Ansiedlung des Parasitoiden im Land zu fördern. Ab Mai ist in Italien die Nachzucht jenes Samurai-Wespen-Stamms erlaubt, der vom nationalen Forschungsinstitut CREA an die dazu ermächtigten “Züchtungsinstitutionen" weitergegeben wird. In Südtirol ist das Versuchszentrum Laimburg mit der Nachzucht der Samurai-Wespe beauftragt worden.

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