
Es braucht eine Zukunftsstrategie für die Nutztierhaltung
Die Nutztierhaltung ist wirtschaftliches Rückgrat der Landwirtschaft in Baden-Württemberg und zugleich zentral für regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und lebendige ländliche Räume, heißt es in der Pressemitteilung. Doch seit Jahren gerieten immer mehr tierhaltende Betriebe unter Druck. Steigende Auflagen, fehlende Planungssicherheit, langwierige Genehmigungsverfahren und ein massiver Wettbewerbsnachteil im europäischen Vergleich führten zu einem deutlichen Strukturbruch. Laut Agrarstatistik haben in den vergangenen zehn Jahren haben rund 43 Prozent der schweinehaltenden und 19 Prozent der rinderhaltenden Betriebe in Baden-Württemberg aufgegeben.
Um der Tierhaltung im Land wieder verlässliche Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen, formuliert der Landesbauernverband in der „Zukunftsstrategie für die Nutztierhaltung“ klare Forderungen an die Politik. Gleichzeitig betont der Verband seine Bereitschaft zur Weiterentwicklung der Tierhaltung:
- Ein Moratorium für neue Auflagen in der Tierhaltung
- Wettbewerbsfähigkeit durch mindestens EU-weit einheitliche Standards
- Einen rechtssicheren Bestandsschutz bei Neu- und Umbauten
- Spürbaren Bürokratieabbau und den Abbau von Doppelstrukturen
- Ein praxistaugliches Bau- und Genehmigungsrecht
- Verlässliche Förderprogramme und realistische Übergangsfristen
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) unterstützt die vorgelegten Forderungen ausdrücklich und erwartet von der künftigen Landespolitik, dass sie diese in praxistaugliche Rahmenbedingungen für die Nutztierhaltung in Baden-Württemberg überführt.
Der Landesbauernverband fordert die künftige Landesregierung auf, die Nutztierhaltung als strategischen Bestandteil der baden-württembergischen Landwirtschaft anzuerkennen und aktiv zu stärken. Wer regionale und somit nachhaltige Lebensmittel, hohe Tierwohlstandards und lebendige ländliche Räume will, muss die Voraussetzungen schaffen, damit Tierhaltung im Land Baden-Württemberg wieder aufblüht, heißt es in der Pressemitteilung




