Die Grenzwerte für Pflanzenschutzmittel sind nach Ansicht von Wissenschaftlern zu hoch angesetzt. Sie mahnen deshalb eine Reform der Umweltrisikobewertung der Wirkstoffe an, zumal selbst die aus ihrer Sicht zu hohen Grenzwerte in Gewässern vielfach nicht eingehalten werden. Bei ihrer Einschätzung berufen sich die Forscher auf die Ergebnisse eines Monitoringprogramms, das unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt wurde. Die Wissenschaftler untersuchten zwei Jahre lang die Pflanzenschutzmittelbelastung an mehr als 100 Messstellen an Bächen, die durch überwiegend landwirtschaftlich genutzte Tieflandregionen in zwölf Bundesländern fließen. Dabei seien „erhebliche...