Die Diskussion um die anstehende Novelle des Weingesetzes hat in der vergangenen Woche eine überraschende Wendung genommen. Mit deutlicher Mehrheit sprach sich die Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für eine maximale Ausdehnung der bundesweiten Rebfläche um 0,5 Prozent pro Jahr aus. Die Arbeitsgruppe kassierte damit die vor wenigen Wochen erzielte Einigung zwischen ihrem Co-Berichterstatter Norbert Schindler und dem weinbaupolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Gustav Herzog, wieder ein, die sich auf eine Ausweitung der Rebflächen um höchstens 0,3 Prozent verständigt hatten. Der Sozialdemokrat Herzog zeigte sich zwar verärgert über die Entscheidung der Union; eine Hängepartie müsse jedoch vermieden...