Klimavorteile durch Direktsaat?
Wenn Getreidefelder nach der Ernte nicht umgepflügt werden - wie es bei Direktsaat der Fall ist, reflektieren sie mehr Strahlung. Durch diesen Effekt kann die Temperatur in den heißen Sommermonaten lokal um bis zu zwei Grad gesenkt werden, lässt eine Studie der ETH Zürich vermuten. Die Wissenschaftler am Institut für Atmosphäre und Klima hatten Strahlungsmessdaten von Weizenfeldern in Südfrankreich ausgewertet. Zudem wurden Modellsimulationen für Europa durchgeführt, in denen die Effekte von nicht gepflügten Äckern auf das Klima berücksichtigt wurden.
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Bei der Saat ohne Umbrechen des Bodens durch einen Pflug bleibt der Boden weitgehend unbearbeitet. Die hellen Stoppeln und Erntereste auf den Getreidefeldern reflektieren mehr Strahlung als die nackte dunkle Erde, sodass die Umgebung nicht so stark aufgeheizt wird. Rund 30 Prozent der Sonneneinstrahlung werden zurückgeworfen. Das nennt man Albedo-Effekt. Albedo ist ein Maß für das Rückstrahlungsvermögen von reflektierenden Oberflächen. Bei ungepflügten Äckern ist der Albedo-Effekt schätzungsweise um 50 Prozent größer als bei bearbeiteten Äckern, was nach Computersimulationen eine lokale Temperatursenkung um etwa zwei Grad bewirken kann. Je heißer es ist, desto stärker der Effekt und desto stärker die Kühlung. Auch in Hitzewellen ist die...
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