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Kälbervermarktung

Fulminanter Anstieg der Nutzkälberpreise

Der Nutzkälbermarkt hat seit dem Jahreswechsel einen im Ver-hältnis noch stärkeren Preisanstieg als Rindfleisch erlebt. Getrieben von den stark steigenden Schlachtrinderpreisen und einem knappen Angebot erzielen Kälber derzeit Rekorderlöse.
von Richard Riester, LEL Schwäbisch Gmünd Erschienen am 02.04.2025
Den fulminanten Preisanstieg zeigt der rote Kurvenverlauf. © Richard Riester, LEL Schwäbisch Gmünd

Bei den Fleckviehkälbern spielen die Jungbullenerlöse und das abnehmende Angebot dafür die Hauptrolle. Die rückläufigen Kuhbestände machen sich mehr und mehr bemerkbar. Bei den schwarzbunten Nutzkälbern kommen zusätzlich die Verluste durch die Blauzungenkrankheit in Nordwestdeutschland und in den Niederlanden hinzu, die sich angebotsverknappend auswir-ken. Deutschlandweit wird hier von einem knappen Angebot an schweren, gut entwickelten Tieren berichtet, für die deutliche Aufgelder erzielt werden. Die Vermarktung schwächerer Tiere, wie sie infolge der Blauzungenkrankheit vermehrt vorkommen, lassen sich dagegen sehr viel schlechter vermarkten. Bundesweit wurden in KW 13 gegenüber den baden-württembergischen Nennungen deutlich höhere Preise gemeldet. Schwarzbunte Bullenkälber lagen bei rund 260 Euro/Tier, in der Spitze sogar 320 Euro in Niedersachsen. Fleckviehkälber wurden bundesweit mit 10,06 Euro/kg LG erhoben. Vor dem Hintergrund der auch in der laufenden Woche deutlich weiter steigenden Rindfleischpreise dürften Kälber ebenfalls weiter mitziehen. Diese Situation sollte zumindest bis Ostern anhalten, wie es danach weiter geht bleibt abzuwarten.

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