
Blauzungenkrankheit breitet sich in Deutschland weiter aus
Wie viele Tiere insgesamt betroffen seien, könne nicht bestimmt werden, da nicht alle Tiere im Betrieb untersucht würden. Der Schaden könne derzeit monetär nicht quantifiziert werden, es sei aber von erheblichen wirtschaftlichen Schäden auszugehen, zumal nicht nur direkte Schäden durch klinische Symptome und Sterblichkeit, sondern auch indirekte Schäden durch Störungen von beispielsweise Vertriebsketten und notwendige Ersatzleistungen im Bereich der Landschaftspflege berücksichtigt werden müssten, heißt es in der Antwort.
Nicht mehr alle Fälle werden gemeldet
Europaweit seien zum Stichtag 16. Oktober 2024 in 13 EU-Staaten insgesamt 373 Ausbrüche gemeldet worden. Nach den Vorgaben des neuen EU-Tiergesundheitsrechts sei „die BT nunmehr optional und nicht mehr verpflichtend zu bekämpfen“. Deshalb würden auch nicht mehr alle Fälle gemeldet, weswegen die aufgeführten Zahlen möglicherweise nicht aussagekräftig seien, schreibt die Bundesregierung.
Von der Blauzungenkrankheit sind insbesondere Wiederkäuer wie Schafe, Rinder oder Ziegen betroffen. Im Jahr 2023 trat ein spezieller Serotyp des Virus, BTV-3, zum ersten Mal in Deutschland, Belgien und den Niederlanden auf. Seitdem hat sich BTV-3 weiter in Europa ausgebreitet. Nach Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit, haben seit Anfang 2024 die Nachweise der Blauzungenkrankheit deutlich zugenommen.



