
USDA korrigiert Bilanz nach unten
Vor allem die Erwartungen bei Mais wurden deutlich zurückgenommen. Mit 1.220 Mio.t wurde die Einschätzung gegenüber dem Juli um 5 Mio.t gekürzt. Knapp minus 4 Mio.t in der EU-27 sowie etwas weniger Mais in der Ukraine sind der Auslöser für diese Einschätzung. Für die USA selbst wird hingegen ein leichtes Plus von 1 Mio.t Mais erwartet. Weizen soll es weltweit rund 2 Mio.t mehr geben. Das Plus wird vor allem in der Ukraine und Australien gesehen, während für die EU-27 ein Minus von 2 Mio.t erwartet wird.
Gerste unverändert
Die Gerstenernte bleibt unverändert bei vergleichsweise schwachen 145 Mio.t, was erneut den Bedarf nicht decken kann. Die Erwartungen bei allen anderen Getreidearten, von Roggen über Hafer, Hirse und Sonstige Getreidearten, wurden leicht abwärts korrigiert, so dass in Summe das Minus von 6 Mio.t gegenüber dem Vormonat zustande kommt. Der Endbestand von Getreide zum 30. Juni 2025 fällt um minus 4 Mio.t auf 592,5 Mio.t zurück, zumal auch der Verbrauch um 2 Mio. zurückgenommen wurde.
Mehr Soja
Deutlich optimistischer hingegen die Einschätzungen im Ölsaatenkomplex. Die Sojabohnenernte wird zwischenzeitlich bei 429 Mio.t gesehen. Ein Plus gegenüber der Julischätzung von rund 7 Mio.t. Mehr Soja soll es in den USA (+4), Russland (+1) und der Ukraine (+1) geben. Auch die Rapsernte wurde um knapp 1 Mio.t. auf 88,8 Mio.t angehoben. V.a. in Russland (5,1 Mio.t; +0,8 zum Vormonat) erwartet man eine größere Ernte. Weniger hingegen soll es bei den Sonnenblumen geben. Hier wurde ein Minus von 2,3 auf 52,5 Mio.t genannt. Weniger in der Ukraine (-1) , der EU-27 (-0,8) und Russland (-0,5) zeichnen dafür verantwortlich. Trotz der schwächeren USDA-Zahlen bei Getreide befanden sich die Kurse in den zurückliegenden Tagen in der Tendenz wieder auf dem Rückzug. Erntedruck, trotz geringerer Mengen und schwachen Qualitäten in der EU-27, wirkt derzeit preisdämpfend. Für gute Qualitäten könnte sich Lagerung in diesem Jahr auszahlen.


