
Schadschwelle ab August höher
Ab dieser Woche (1. August) erhöht sich die Bekämpfungsschwelle auf 15 Prozent befallene Blätter. Ein Blatt gilt bereits mit nur einem Blattfleck als befallen. Mit der Blattrupfmethode können Sie einfach feststellen, wie stark der Cercospora-Befall in Ihrem Bestand ist. Dazu werden 100 Blätter (entsprechend 100 Prozent) des mittleren Blattapparates quer über den gesamten Schlag verteilt inspiziert. Die Anzahl der befallenen Blätter aus diesen 100 entspricht Ihrer Befallshäufigkeit in Prozent.
Wartezeiten der Fungizide beachten
In dichten Rübenanbaugebieten liegt die Befallshäufigkeit deutlich über der 15-Prozent-Schadschwelle. Da die erste Behandlung bei vielen Flächen bereits vor drei Wochen stattfand, planen viele Betriebe nun eine weitere Behandlung. Beachten Sie bei einer Applikation von Schlägen, die in der ersten Runde behandelt wurden, die Wartezeiten des geplanten Mittels. Bei einem Kampagnestart im September scheiden hier möglicherweise einige Präparate aus. Eine Tabelle der in Zuckerrüben zugelassenen Fungizide mit den jeweiligen Wartezeiten finden Sie unter „Mitteilungen“ in der Beet2Go-App.
Erste Anzeichen von SBR
Der Flug der Schilf-Glasflügelzikade ist rückläufig. Allerdings zeigte das Monitoring auch, dass in allen Naturräumen Zikaden in Zuckerrübenfeldern geflogen sind. Erste Symptome (schmale, asymmetrische helle Herzblätter und verbräunte Leitbündel) sind auf einigen Feldern wieder sichtbar. Auch erste Stolbursymptome (schlaffe Rüben, wie mit heißem Wasser verbrüht, die auch bei Tau nicht wieder aufstehen) sind bereits erkennbar. Es wird nun spannend, ob einer der über 200 Versuche in Baden-Württemberg hier positive Erkenntnisse liefert. Der Praktiker kann aktuell nichts mehr dagegen unternehmen. Bisher war es wichtig, die Rübe gut zu ernähren und vor Blattkrankheiten gut geschützt zu halten.
Proberodung
Wie in jedem Jahr startet in Kalenderwoche 31 die Proberodung. Die Rübenabteilung wählte hierfür zusammen mit den Probennehmern repräsentative Standorte aus. Eines steht bereits fest: Die Transportsäcke waren selten bei der ersten Proberodung so schwer.



