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Euterentzündungen bei Kühen

Forscher sehen Handlungsbedarf bei Schmerzlinderung

Egal wie schwer eine Mastitis verläuft, sie bereitet der Kuh immer Schmerzen. Eine aktuelle Umfrage bei 1011 Milchviehhaltern durch AgriDirect aus Viersen hat ergeben, dass nur zehn Prozent der befragten Betriebe immer oder fast immer bei der Mastitisbehandlung zusätzlich ein Schmerzmittel (Entzündungshemmer) einsetzen. Hingegen gewährend 75 Prozent der Landwirte ihren Kühen die Schmerzlinderung bei Mastitis nie oder nur selten - trotz der vielen vorliegenden Fakten zu positiven Effekten einer zusätzlichen Schmerzmitteltherapie. 

Veröffentlicht am
Boehringer Ingelheim

Experten sehen hier dringenden Beratungsbedarf, denn die Forderung nach mehr Tierwohl beinhaltet auch Maßnahmen zur Schmerzlinderung. Deswegen empfehlen Tierärzte therapiebegleitend die Gabe eines Entzündungshemmers. Dazu gibt es NSAIDs (nicht-steroidale Entzündungshemmer) und Cortisone (steroidale Entzündungshemmer, zum Beispiel Prednisolon). Für den Einsatz des NSAIDs Meloxicam zusätzlich zum Antibiotikum konnten in Studien positive Effekte auf die Heilungsrate, die Zellzahl und die Abgangsrate bei Mastitis gezeigt werden, für Cortisone wie Prednisolon liegen solche Daten bisher so nicht vor.

Weiterhin ergab die Umfrage durch AgriDirect, dass 86 Prozent der Milchviehhalter, die aktuell prednisolonhaltige Euterinjektoren einsetzen (177 von 1011), auf das Cortison im Injektor verzichten würden. Hierzu ist Ihr Tierarzt Ansprechpartner Nummer eins.

 

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