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Projekt "Q-Wohl-BW"

Messbar mehr Tierwohl im Milchviehstall

Wie werden die Kühe gehalten und betreut? Wo hapert es womöglich und welches Ergebnis liefert die betriebliche Eigenkontrolle? Geht es nach den Initiatoren des Projektes "Q-Wohl-BW" hilft dabei künftig eine App-basierte Checkliste für Smartphone und Tablet-PC, mit der das Tierwohl erfasst, bewertet und verbessert werden kann. Wie das in der Praxis funktioniert, davon konnten sich die Besucher eines Pressegesprächs am Dienstag dieser Woche auf dem Milchviehbetrieb von Marlies und Robert Müller in Grünkraut (Landkreis Ravensburg) einen ersten Eindruck verschaffen.

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Marlies und Robert Müller nutzen die „Q-Wohl-BW“-App zur Erfassung und Verbesserung des Tierwohls auf ihrem Milchviehbetrieb. Ein erster Schritt war der Umbau der Liegeboxen.
Marlies und Robert Müller nutzen die „Q-Wohl-BW“-App zur Erfassung und Verbesserung des Tierwohls auf ihrem Milchviehbetrieb. Ein erster Schritt war der Umbau der Liegeboxen.Ast

Die Kühe haben sich nicht gerne in ihre Liegeboxen gelegt, standen viel in den Gängen und gingen häufig lahm. Wie wir dieses Problem lösen sollten, wussten wir nicht. Umso mehr Hoffnung setzten wir in die Q-Wohl-App, von der wir zum ersten Mal auf einem Vortragsabend hörten“, fasst Robert Müller an diesem Sommernachmittag zusammen, was ihn und seine Frau Marlies umtrieb und wovon sie sich durch den neu entwickelten Managementleitfaden Abhilfe für ihre 75 Holsteinkühe erhofften. Ein Vorort-Termin mit Prof. Dr. Barbara Benz von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) folgte kurze Zeit später, eine Lösung des Problems für die mit 1,25 Metern inzwischen knapp bemessenen Liegeboxen in dem oberschwäbischen Betrieb rückte in greifbare Nähe.

Freiwillige Kontrolle

Haltungsexpertin Benz, eine der Initiatorinnen des landesweiten Projektes, rät den beiden Betriebsleitern nach der App-Analyse zur Herausnahme der Bugschwellen, schlägt den Einbau geschwungener Nackenrohre und neu eingestellte, tierfreundlichere Nackensteuer als Sofortmaßnahme vor. Ganz im Sinne der Checkliste, die Haltung und Management unter die Lupe nimmt, bestehende Schwachstellen analysiert und nach Optimierungsmöglichkeiten sucht. In diesem Fall sorgten die drei Umbauschritte für geräumigere und damit komfortablere Liegeboxen und einen, wie es der 37-jährige Landwirtschafts-meister formuliert, „sofort durchschlagenden Erfolg“.

Lesen Sie den gesamten Beitrag in Ausgabe 31/2019 von BWagrar.

 

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