Winterraps: Weiter auf Schnecken und Rapserdflöhe achten
Nach Regenfällen sollten Sie weiter auf Schnecken achten. Bei Überschreitung der Schadensschwelle müssen Sie gezielt behandeln. Bisher fliegen nur wenige Rapserdflöhe die Felder an. Sie sollten dennoch weiter im Auge behalten werden. Wenn ab dem 4- bis 6- Blattstadium weniger als 50 Käfer pro Gelbschale in drei Wochen gefangen werden, ist keine Bekämpfung erforderlich. Bei 50 bis 70 Käfern sollte bei warmer Witterung, über 70 Käfer grundsätzlich behandelt werden.
Die schwierigen Bedingungen bei der Saat und die Trockenheit haben zu einer unterschiedlich schnellen Entwicklung der Rapskeimlinge geführt. Sehr früh gesäte Bestände können im 3- bis 4-Blattstadium mit reduzierten Aufwandmengen in ihrem Sprosswachstum verzögert und vor Phoma-Befall geschützt werden. In der Regel sind Behandlungen ab dem 6-Blattstadium bei anhaltend warmer Herbstwitterung von Anfang bis Mitte Oktober sinnvoll. Diese Maßnahme dient insbesondere dazu, die Überwinterung der Rapspflanzen zu gewährleisten. Nähere Erläuterungen dazu finden Sie in BWagrar Nr. 38/2015 veröffentlicht. Die zur Verfügung stehenden Mittel finden Sie auch im Merkblatt Pflanzenproduktion 2015 in Tab. 33 auf S. 45.
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